FAQ

Blasen

Seit ich kein fixes Ziel mehr verfolge, das ich unbedingt erreichen will, bekomme ich auch keine Blasen mehr! Früher, als ich noch ein gestecktes Ziel erreichen wollte und mitunter auch „mit dem Kopf durch die Wand“ ging, bekam ich Blasen. Diese habe ich meist aufgestochen, und dann bin ich weitergewandert. Wer das nicht will, kann Blasenpflaster verwenden. Ein wichtige Vorbeugung sind gute, atmungsaktive Schuhe, in denen man viel Platz hat, gute Socken (z.B. Hiking Crew Socks oder Merino Socks von Patagonia oder die Flachssocken von GEA), weniger Gepäck mitnehmen und Asfaltstraßen möglichst meiden. Zwischendurch Füße immer wieder auslüften und Schuhe ausziehen. Auch sollte man die Socken nicht zu oft waschen und sie stattdessen lieber in der Nacht auslüften lassen.

Fotoausrüstung

Ich verwende eine Nikon D 700 und eine Nikon D 800 mit einem lichtstarken 24–70 mm und einem lichtstarken 70-200 mm Objektiv; wobei ich nicht immer die komplette Ausrüstung mitnehme, da sie schwer und unhandlich ist. Ich habe meist drei Reserveakkus mit dabei, die ich dort auflade, wo es Strom gibt. Mitunter trage ich auch ein Solaraufladegerät mit. Die Anbieter ändern sich aber laufend und daher empfiehlt sich hier eine Internetrecherche. Um die großen Fotodaten zwischenzuspeichern, habe ich einen kleinen Laptop der Firma Asus dabei.

Es ist eine Grundsatzentscheidung, ob Fotoapparat oder nicht bzw. welchen Fotoapparat ich mitnehme. Eine Profiausrüstung ist schwer, teuer und es besteht die Gefahr, dass man dann die Welt mehr durch den Sucher als unmittelbar erlebt. Als Alternative zu einer Spiegelreflexkamera gibt es auch kleine Kompaktkameras. Diese sind billiger, wiegen weniger, man kann sie problemlos mit kleinen Solaraufladegeräten aufladen, aber dafür ist die Qualität der Fotos schlechter. Neben Nikon gibt es natürlich auch Kameras von Canon oder anderen Anbietern.

Mit der Bahn nach Asien oder Afrika

Der asiatische Kontinent ist mit der Eisenbahn und Überlandbuslinien von Europa aus gut erreichbar. Die Webseite www.seat61.com gibt Auskunft über Bahnreisen in der ganzen Welt. Für die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn empfiehlt sich der Reiseführer von Trailblazer. Die Zugtickets habe ich in Österreich am Bahnschalter gekauft. Es ist aber auch möglich, einfach ein Ticket nach Moskau zu lösen und dort die Fahrkarten für die Weiterreise zu erwerben. Die Einreise nach Russland erfordert ein Visum, wobei sich die Bedingungen dafür ständig ändern (Auskunft erteilt das Außenamt). Meist ist eine spezielle Einladung erforderlich, die Tourismusverbände oder Hotels in Russland ausstellen. Mitunter ist es auch möglich, die Einladung via Internet zu organisieren.

Reiseforum und Reiseführer

Ich verwende meist die Reiseführer von Lonely Planet, da sie wertvolle Tipps für individuelles Reisen bieten. Außerdem gibt es auch noch das Lonely Planet Thorn Tree Forum, auf dem es möglich ist, Fragen an die Travelcommunity zu stellen wenn es darum geht, für die jeweiligen Gebiete Spezialinformationen zu erhalten (z. B.: aktuell geöffnete Passübergänge im Himalaja, politische Situation in den einzelnen Ländern etc.)

Reiseversicherung

Zu Beginn meiner Weltenwanderung habe ich eine Reiseauslandskrankenversicherung abgeschlossen. Die Österreichische Ärzte Flugambulanz bietet die Möglichkeit eine Auslandskrankenversicherung für Reisen abzuschließen, die länger als drei Monate dauern. Die meisten anderen Anbieter beschränken hingegen den Versicherungszeitraum. Eine weltweit gültige Versicherung für ein Jahr kostet bei der OAFA 535 Euro (Jahresreiseschutz „Comfort Line 365“ für Geschäftsreisen; Tarif vom Jahr 2012). Der Österreichische Alpenverein bietet seinen Mitgliedern eine weltweit gültige Versicherung für die ersten sechs Wochen einer jeden Reise, und Kreditkartenbesitzer sind in der Regel auch in den ersten sechs Wochen einer Reise versichert. Darüber hinaus braucht man meist noch einen Versicherungsschutz im eigenen Land!

Diesen Komplettschutz hatte ich auf meiner dreijährigen Wanderung. Jetzt bin ich nicht mehr auslandskrankenversichert. Die Begegnung mit Martin Weber und die Beschäftigung mit Quantenphysik hat in mir den Wunsch geweckt, meine Gesundheit eigenverantwortlich in meine Hand zu nehmen und die Verantwortung nicht an eine Institution abzugeben. Ich verlasse mich immer mehr auf meine Intuition, meine innere Stimme, und diese leitet mich in meinem Handeln und meinem Sein. Auch sagt die Quantenphysik, dass wir uns unsere Realität erschaffen, und so bin ich mittlerweile vorsichtig geworden welche Realität ich mir erschaffe. Auch habe ich für mich entschieden, dass ich über die Lebensfreude und nicht über das Leid wachsen will, und zusammen mit meinen Weggefährten beschäftige ich mich intensiv mit energetisch-spiritueller Gesundheitsvorsorge. Anregungen dazu gibt es im Buch von Martin Weber „Der Mensch im Gleichgewicht“ und auch in Amit Goswamis Buch „The Quantum Doctor“.

Kurzum: jeder muss für sich entscheiden, welchen Weg er gehen will; ich kann niemanden die Entscheidung abnehmen. Der Weg der Intuition kommt mit der Eigenverantwortung, die es zu übernehmen gilt, und der klassische Auslandskrankenversicherungsschutz damit, dass ich eine Prämie einzahle.

Schiffreisen über die Ozeane

Frachtschiffreedereien aus der ganzen Welt bieten Schiffreisen über die Ozeane an. Die bekanntesten sind die deutschen Reedereien wie Hamburg Süd, NSB, die französische CMA-CGM oder die italienischen Grimaldi Lines. Die Reedereien stellen die gewünschte Schiffreise zusammen. Eine Frachtschiffreise beispielweise von Lissabon nach New York dauert gerade einmal sechs Tage. Die Kosten belaufen sich auf 60 bis 100 Euro pro Tag; d. h. eine Frachtschiffreise ist teurer als ein Flug. Die Reedereien nehmen in der Regel 2 bis 4 Passagiere pro Schiff mit, daher sollte die Reise je nach der Beliebtheit der Reisedestination auch einige Wochen oder Monate vor der Abreise gebucht werden. Aufgrund strenger Hafenbestimmungen ist es nicht mehr möglich einfach zum Hafen zu gehen und mitzufahren, da die Häfen meist hermetisch abgeriegelt sind.

Wer hingegen nicht mit dem Frachtschiff unterwegs sein will, kann auch auf Segelschiffen anheuern. Jedes Jahr fahren ab Mitte November Hunderte Segelyachten von den Kanaren in die Karibik und dann oft auch noch über den Panamakanal weiter in die Südsee. Ab März oder April geht es von der Karibik oder den USA wieder zurück nach Europa. Es gibt Internetforen, um Kontakte zu Bootseignern herzustellen, und auch die Möglichkeit, die Skipper in den Yachthäfen direkt anzusprechen. Übersetzen kann man auch mit dem wunderschönen Zweimaster-Segelschiff der Tres Hombres.

Kreuzfahrtlinien wie zum Beispiel MSC überstellen zwischen September und Anfang Dezember ihre Schiffe von Europa nach Südamerika und von März bis Mai wieder retour nach Europa und bieten für diese Überfahrten günstigere Tarife. Diese Schiffreise kann direkt auf der Homepage der jeweiligen Kreuzfahrtlinie gebucht werden.

Visumbestimmungen

Diese ändern sich ständig: Infos gibt es beim zuständigen auswärtigen Amt des jeweiligen Landes oder beim Außenministerium in eurem Wohnsitzland. Lateinamerika ist für Europäische Staatsbürger sehr einfach zu bereisen ohne strenge Visumbestimmungen. USA, Russland, Japan und Neuseeland haben da schon viel strengere Regeln, wenn man dort länger als drei Monate bleiben will.

Wanderausrüstung

CAMPINGKOCHER
Hier kann ich Trangia empfehlen. Die schwedische Firma stellt einfach zu handhabende Spirituskocher (ich verwende jenen für 1-2 Personen) sowie federleichte und unverwüstliche Titanumkochtöpfe her. Der Kocher hat mich bisher auf all meinen großen Wanderungen begleitet und ging nie kaputt. Er ist im Gegensatz zu den Benzinkochern sehr leise und erzeugt nicht den unnötigen Abfall an Gasflaschen wie der Gaskocher. Außerdem ist die Hitze einfach zu regulieren und ermöglicht auch ein langsames Kochen bei sehr kleiner Flamme, was von Vorteil ist, wenn ich etwas anrösten möchte. Auch in 5.000 Meter Höhe hat der Trangia perfekt funktioniert, was bei einem Gaskocher nicht mehr möglich ist. Einzige Wermutstropfen: Er erhitzt Wasser nicht so schnell wie ein Benzinkocher und Alkohol ist mitunter nicht in allen Erdteilen erhältlich.
Als Benzinkocher kann ich MSR oder Optimus empfehlen. Ob Spirituskocher oder Multifuelkocher von MSR ist am Ende eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss; die kann ich niemanden abnehmen! Ich kann nur sagen: ich verwende Trangia und bin sehr zufrieden damit!

RUCKSACK
Ich habe viele Modelle getestet und bin inzwischen nur mehr von Arcteryx überzeugt. Diese Rucksäcke werden in Kanada (und mittlerweile leider teilweise auch in China) in qualitativ hochwertiger Handarbeit hergestellt, haben ein perfektes Tragesystem, sind sehr strapazierfähig und wasserfest. Der Nachteil ist, dass sie vor allem in Europa ein kleines Vermögen kosten. Eine gute europäische Alternative zu Arcteryx, wenngleich qualitativ nicht so ausgereift, sind die deutschen Deuter Rucksäcke.
Für diejenigen, die keinen Rucksack tragen möchten, gibt es auch eine sehr gute Alternative: Francois erzeugt in seiner kleinen Handwerkstatt in der Schweiz in guter Qualität und Maßarbeit einen Wagen zum Nachziehen, der mit einem Brustgurt am Oberkörper fixiert wird. Der Wagen heißt Carrix, ist geländegängig und kann in der Standardausführung mit bis zu zwanzig Kilogramm beladen werden (es gibt auch ein extra verstärktes Carrix mit dem man bis zu 50 kg transportieren kann: für Wüstendurchquerungen oder auch für Wildnistouren).

SCHLAFSACK
Der Schlafsack ist ein wichtiger Begleiter auf einer Wanderung. Ich verwende auch hier seit Jahren das Modell von Stephenson Warmlite, welches in einer zweifachen Ausführung mit einer dünneren und einer dickeren Hülle geliefert wird. Dadurch kann ich die Isolierung je nach Temperaturen variieren, und sollte es wirklich kalt sein, verwende ich beide Hüllen gleichzeitig. Stephenson näht den Schlafsack in der gewünschten Größe und bietet auf Wunsch auch eine aufblasbare Unterlagsmatte an (wobei ich diese nicht verwende, sondern ein Thermarest Isomatte habe, da jene von Stephenson sehr langwierig zum Aufblasen ist).
Eine sehr gute europäische Alternative zu Stephenson sind die Schlafsäcke von Yeti, die nicht nur ein besonderes Augenmerk darauf legen, von wo sie die Daunen beziehen, sondern auch, dass die Schlafsäcke ökologisch erzeugt werden. Die Qualität von Yeti ist absolute Spitze!
Ich verwende einen Daunenschlafsack, weil er leichter als ein Kunststoffschlafsack ist, er sich auch kleiner verpacken lässt und ich lieber in Daunen schlafe. Man muss nur aufpassen, dass er nicht nass wird, aber das ist mir noch nie passiert. Ich verwahre den Schlafsack in einem wasserdichten Ortlieb Packsack (Ortlieb PS 10 Sack) auf.

SCHUHE
Alles beginnt beim Wandern mit den Schuhen. Schuhe machen einen Unterschied zwischen einem freudigen Wandererlebnis oder im schlimmsten Fall dem vorzeitigen Ende der Tour. Ich bin seit Beginn meiner Weltenwanderungen mit Waldviertler-Schuhen unterwegs (Mehr Infos finden Sie auf: www.gea.at). Dafür gab es einige gute Gründe: Sie sind aus Leder und keine Gore-Tex-Schuhe. In letzteren schwitze ich erfahrungsgemäß viel und sie werden im Dauerregen auch nass, brauchen aber sehr lange zum Trocknen. Wenn ich Lederschuhe beispielweise mit Bienenwachs gut imprägniere, kann ich zwei bis drei Stunden im Dauerregen unterwegs sein, bevor sie nass werden. Sind sie einmal feucht, trocknen sie beim Tragen wieder sehr schnell. Waldviertler sind um einiges leichter, als Bergschuhe was von Vorteil ist, denn ein halbes Kilo auf den Füssen entspricht 2,5 Kilo Gepäck am Rücken. Die Waldviertler-Werkstätten bieten ein sehr kompetentes Reparaturservice an und unterwegs können die Schuhe ebenfalls bei einem Schuster repariert werden – daher kann ich mit einem Paar Wladviertler zwischen 4.000 und 6.000 km gehen wenn ich dazwischen bis zu zweimal die Sohle wechsle. Außerdem werden die Waldviertler in einer kleinen Schuhwerkstatt in Österreich in Handarbeit erzeugt und nicht unter schlechten Arbeitsbedingungen irgendwo in Fernost. Meiner Meinung nach sind sie der ideale Pilgerschuh im flachen oder hügeligen Gelände, die Schuhe sind jedoch im bergigen Gelände nur bedingt geeignet, denn sie haben keinen Absatz. Das ist zwar gut für die Haltung, aber schlecht auf einem steilen, rutschigen Abhang. Waldviertler sind daher für den Durchschnittswanderer nur bedingt für steile Bergtouren geeignet; wenngleich ich auch bereits mit den Waldviertler Trampern auf den Dachstein gestiegen bin und auch Steigeisen auf den Schuhen angebracht habe. Doch das muss jeder für sich entscheiden, ob er sich das zutraut, zumal 25.000 Kilometer Wandererfahrung an mir auch nicht spurlos vorbeigegangen sind und ich trittsicher unterwegs bin. Für diejenigen die Bergschuhe verwenden wollen, empfehle ich: Meindl Schuhe. Meindl erzeugt sehr gute, qualitativ hochwertige Lederbergschuhe mit Absatz und stabiler Sohle. Die Schuhe können auf Wunsch in der Schuhwerkstatt in Kirchamschöring, in Bayern, repariert werden. Mehr Informationen finden Sie auf: www.meindl.de.

UNTERLAGSMATTE
Als Unterlagsmatte für den Schlafsack verwende ich eine vier Saisonen Prolite Plus Matte von Thermarest. Sie wird in unterschiedlichen Stärken und Größen angeboten, bläst sich von selbst auf und ist auf der Unterseite mit einem wasserdichten Material beschichtet, um die Matte auch im Freien verwenden zu können. Thermarest-Matten können unterwegs leicht repariert werden und haben eine lebenslange Garantie. Das Unternehmen Cascade Designs, das Thermarest und MSR herstellt, arbeitet nach strengen Umwelt- und Sozialstandards.

WANDERBEKLEIDUNG
Ich machte bisher sehr gute Erfahrungen mit Patagonia Sportswear. Sie stellen die beste Qualität bei den geringstmöglichen Auswirkungen für unsere Umwelt her. Die Ausrüstung wird vor der Serienfertigung immer von Spitzenathleten getestet, die das Material Extrembedingungen aussetzen. Die Langlebigkeit, Funktionalität und Qualität der Kleidungsstücke ist einzigartig! Sollte ein Kleidungsstück trotzdem einmal kaputt werden, kann man es in den Laden zurückbringen, denn seit Herbst 2011 sind alle Patagoniaprodukte 100% recyclingfähig; d. h. ist ein Kleidungsstück kaputt, wird ein neues daraus erzeugt. Gegen eine angemessene Gebühr repariert Patagonia Schäden, die durch Abnutzung oder Verschleiß entstanden sind und achtet von allen Herstellern am meisten auf strenge Umwelt- und Sozialstandards. Kurzum, die ganze Unternehmensphilosophie ist faszinierend. Die Ausrüstung ist zwar etwas teurer als jene der Konkurrenzmarken, aber ich kann sie trotzdem voll und ganz empfehlen. Läden, die Patagonia vertreiben, sind auf www.patagonia.com angeführt. In Österreich gibt es einige Sportläden, die auch Patagonia anbieten, und der nächst gelegene große Patagonialaden befindet sich in München.

ZELT
Ein Zelt ist auf langen Touren in der Wildnis unumgänglich – außer jemand schläft lieber im Biwaksack oder unter einer Plane. Ich verwende ein Zelt von Stephenson Warmlite, einem kleinen Familienbetrieb aus den USA. Mit seinen 1,2 Kilo ist dieses Zweimannzelt federleicht, darüber hinaus sturmstabil und qualitativ sehr hochwertig verarbeitet. Stephenson bietet ein kompetentes und schnelles Reparaturservice an. Was die kleine Firma außerdem sympathisch macht, ist die Möglichkeit, das Zelt nach Farbe, Größe, und auf Wunsch mit zusätzlichen Seitenfenstern und Sturmstabilisatoren, individuell zusammenzustellen. Einziger Wehrmutstropfen ist seine Anfälligkeit für Kondenswasserbildung, weil das Zelt einwandig ist – d. h. wen das stört, der muss sich ein Zweiwandzelt kaufen. Aber diese sind immer schwerer als ein Einwandzelt! Für mich hat das geringe Gewicht aber absolute Priorität. Eine gute europäische Alternative zu Stephenson Warmlite, sind die Zelte von Robert Saunders aus Großbritannien. Saunders stellt in seinem Familienbetrieb tolle, hochwertige und leichte Zweiwandzelte her. Die schwedischen Hilleberg-Zelte sind qualitativ sehr ausgereift, aber eher teuer; und sonst bietet Vaude auch noch leichte und günstigere Zweiwandzelte an.

Ernährung unterwegs

Wenn ich tagelang in der Wildnis unterwegs bin, gibt es am Morgen zum Frühstück meist Haferbrei mit Mandelmilchpulver (wenn ich in Europa unterwegs bin, denn in Lateinamerika ist das Mandelmilchpulver nicht zu kaufen), Nüssen und Trockenfrüchten. Mittags gibt es wieder Nüsse, Trockenfrüchte, Kekse oder Pitabrotfladen mit Erdnussbutter und auch Misopaste (Misopaste gibt es im Bioladen und daraus lässt sich Misosuppe machen oder man kann die Paste auch auf das Brot streichen). Tagsüber esse ich auch gerne Schokolade. Abends mache ich mir meist eine Suppe (da gibt es im Bioladen sehr gutes Suppenpulver oder Suppenwürfel, die man auch noch mit Misopaste mischen kann). Dann esse ich meist Nudeln, Quinoa (Inkagetreide aus den Anden), Couscous oder Reis. Dazu gibt es frische Mungbohnensprossen (mache ich selbst in einem Plastikbehälter; die Mungbohnen zum Sprossen gibts im Bioladen); ab und zu Linsen (die orangenen Linsen kochen am schnellsten), auch viel Olivenöl für den Fetthaushalt, Tomatenpaste aus dem Bioladen und ein sehr gutes Vollsalz (da habe ich mir Natursalz aus dem Salzbergwerk in Hallstatt organisiert. Natürlich gibt es auch unbehandeltes Vollsalz aus dem Himalaya, aber da ist die Frage warum das Salz so weit herkarren, wenn es gutes Salz auch bei uns gibt). Früchte und auch Gemüse kann man an der Sonne trocken, oder ein Dörrgerät dafür verwenden. dabei wird sowohl Obst als auch Gemüse viel leichter, wenn man die Flüssigkeit entzieht. Meine Mutter hat mir auch aus einer dünnen silbrigfarbenen Isomatte (die ganz einfache Insomatte, die es im Baumarkt gibt) eine Hülle gemacht, um den Kochtopf zu isolieren. Damit kann ich das Wasser für den Reis einmal aufkochen, gebe dann den Basmatireis in das kochend heiße Wasser, nehme den Topf vom Kocher und stelle ihn in die völlig abgedichtete Hülle. Dann kocht der Reis von selbst und ich kann Brennspiritus sparen. Wenn ich wieder in einen Ort komme gibt es meist frisches Gemüse, frisches Obst auch mal Pizza und Bier, um die Fettreserven wieder aufzufüllen und dann geht es wieder ab in die Wildnis!
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