Die Route

Die erste große Weltenwanderung führte mich zu Fuß auf dem JAKOBSWEG von Österreich bis Portugal, quer durch die einsame Weite von PATAGONIEN, auf den Spuren der INKAS über die Anden, entlang der Küste von KALIFORNIEN, zu den Tempeln JAPANS und durch die Wildnis NEUSEELANDS. Nach 15.000 km Fußmarsch und drei Jahren kehrte ich zurück nach Österreich und brach nach einigen Jahren wieder auf, diesmal ohne ein fixes Ziel, der Weg sollte vielmehr im Gehen entstehen. Ich wanderte auf alten Pilgerwegen durch die ALPEN, vorbei am Mont Blanc bis ins französische Pilgerzentrum vom Vezelay. Ich spazierte in den Süden, von den Dolomiten nach Venedig und dann auf dem FRANZISKUSWEG nach Assisi. Ich wanderte durch die Weite NORWEGENS, überquerte den Atlantik mit dem Schiff und nahm mir ein halbes Jahr Zeit, um die Wildnis von PATAGONIEN zu erkunden. Diesmal besuchte ich all jene Orte und versteckten Täler bei denen ich auf meiner ersten Wanderung durch Patagonien vorbeigegangen war. Ich entdeckte magisch schöne Wildnisgebiete, nahm mir Zeit, um dem Lauf der mächtigen Flüssen zu folgen, stieg hinauf in das Reich der Kondore und überquerte ausgedehnte Gletscher. Dann kehrte ich wieder mit dem Schiff nach Europa zurück. Es folgten einige Wanderungen durch Österreich und Deutschland und noch einmal eine Reise quer durch LATEINAMERIKA, von Argentinien bis Kolumbien.

Von diesen beiden großen Wegen ist jeweils ein Buch entstanden, das erste „Der Weltenwanderer. Zu Fuß um die halbe Welt“ beschreibt den Fußweg nach Neuseeland und die damit verbundene Umweltkampagne, das zweite Buch „Was fehlt dir?“ versucht die Wegkreuzungstouren in Worte zu fassen. Dieses Buch habe ich zusammen mit Martin Weber (www.openspirit.at) geschrieben, und es ist viel mehr als ein Reisebuch, es ist eine Beschreibung einer Reise nach „Innen“, eines Erkenntnisweges.

Zu Beginn der Weltenwanderungen galt meine Aufmerksamkeit einer Umweltkampagne; die stark von den Grundsätzen „gut und böse“ geprägt war. Ich zeigte „Fehler im System“ auf und bot Alternativen an. Vielfach war dieses Handeln durch einen Kampf geprägt. Auf meinen Erkenntniswanderungen wurde mir aber zunehmend klar, dass ich dieses duale System des Gut und Böse hinter mir lassen wollte; geht es doch wie David McTaggert der Gründer von Greenpeace so schön zum Ausdruck brachte, um das Verbindende: „Was die Welt retten wird sind die Dinge, die uns verbinden, nicht unsere Differenzen.“

Als mich im Dezember 2012 in Wien die WEGA, die Antiterroreinheit der Wiener Polizei, umzingelte und mich wegen meinem Wanderstock an die Wand stellte, nahm ich dieses Erlebnis zum Anlass, mich endgültig vom Kampf zu verabschieden. Es ging hier vor allem um die feinen Nuancen der Gedanken. Im Außen hatte ich vorher schon kaum mehr gekämpft, doch nun galt es einer neuer Klarheit in meinem Denken: Alles ist Eins, alles ist auf magische Weise miteinander verwoben und wenn ich gegen jemanden kämpfe, so kämpfe ich am Ende gegen mich selbst.
Ich machte Fastenwanderungen durch Österreich und ging dann ein ganzes Jahr lang auf SchokoladeWELTreise. Dabei besuchte ich in Europa, Afrika und Südamerika die Bio- und Fairtradelieferanten des berühmten Chocolatiers Josef Zotter. Ich lenkte meine Aufmerksamkeit auf die Fülle, stieg aus dem Knappheitsdenken aus und integrierte die Dankbarkeit und die Verbundenheit allen Seins in mein Denken und Handeln.

Der Weg geht weiter...wohin er führen wird steht in den Sternen aber ich bin sehr dankbar, dass ich ihn gehen darf. Was für ein Glück und Geschenk...halleluja, ist das Leben schön!
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